Ein voller Saal, reger Austausch und eine klare Erkenntnis: Das Amt Neuhaus besitzt eine Anziehungskraft, die weit über die Region hinausreicht. Beim ersten Neujahrsempfang der Grünen Amt Neuhaus kamen Vertreter*innen der Vereine und Politik zusammen, um über das Herzstück unserer Gemeinde zu sprechen: die Menschen und die Ergebnisse einer bedeutenden bundesweiten Untersuchung.
Der Abend stand ganz im Zeichen der wissenschaftlichen Langzeit-Studie „Wohn- und Lebenskonzepte in der Peripherie“. Diese Untersuchung, initiiert vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), wurde durch die empirica AG mit einer Befragung hiesiger Neu-Einwohner*innen durchgeführt. Bürgermeister Gehrke präsentierte die Kernergebnisse und verdeutlichte, warum unsere Gemeinde eine so hohe Anziehungskraft ausübt.
Ein Datensatz, viele Schlagzeilen
Dass eine so fundierte Studie unterschiedlich interpretiert werden kann, zeigten bereits die ersten Pressereaktionen. Diese unterschiedlichen Lesarten zeigen vor allem eines: das Amt Neuhaus ist ein spannendes Forschungsfeld für die Zukunft des Wohnens in Deutschland geworden.
Perspektivwechsel: Was das Amt zum „Sehnsuchtsort“ macht
Dabei geht es beim Begriff „Sehnsuchtsort“ weniger um ein offizielles Siegel, sondern vielmehr um eine spürbare Realität in der Wahrnehmung derer, die zu uns kommen. Dass unsere Gemeinde für Menschen aus den Metropolen ein solcher Ort der Sehnsucht ist, mag bei einigen manchmal für ein bescheidenes Schmunzeln oder gar Verwunderung sorgen.

Doch eines macht die wissenschaftliche Befragung unmissverständlich klar: der Zuzug ist kein Zufall.
Über 40 % der Zugezogenen haben bei ihrer Suche keine andere Gemeinde in Betracht gezogen – sie wollten explizit nach Amt Neuhaus. Zudem kommt fast jede*r dritte neue Nachbar*in aus einer Entfernung von über 100 Kilometern zu uns.
Wer von weit her kommt, entscheidet sich ganz bewusst für die spezifische Lebensqualität bei uns an der Elbe. Diese neue Wertschätzung von außen ist ein großes Kompliment an unsere Heimat.
Für uns Grüne im Amt Neuhaus steht dabei fest: Zukunft ist ein Gemeinschaftsprojekt. Wir freuen uns über den Zuzug, denn wir sind überzeugt, dass unsere Gemeinde nur durch das Zusammenspiel von Beständigkeit und neuen Visionen lebendig bleibt. Unsere Gemeinde hat eine starke Zukunft, wenn wir offen für neue Menschen und Ideen bleiben, die bereit sind, das Leben vor Ort aktiv mitzugestalten – unabhängig davon, ob die Familie seit Generationen hier lebt oder gerade erst angekommen ist.
45 % der neuen Mitbürger*innen arbeiten regelmäßig im Homeoffice – sie belegen, dass moderne Arbeitsformen und traditionelle Arbeit vor Ort unsere Gemeinde gemeinsam vielfältig und zukunftsfähig machen.
Das Ehrenamt als Fundament
Es sind vor allem die Menschen im Ehrenamt, die das soziale Rückgrat der Gemeinde bilden und dafür sorgen, dass aus dem Zuzug ein echtes Miteinander wird. Die Einladung an die vielfältigen Vereine war daher ein bewusstes Zeichen der Wertschätzung für die unzähligen Stunden freiwilliger Arbeit in Sport, Naturschutz, Kultur und Sozialem. So benennt es Claudia Schmidt von den Grünen auch ganz klar:
„Auch ohne offizielles Zertifikat: Wenn 40 % der Menschen gezielt nur zu uns wollen, ist das die Definition eines Sehnsuchtsorts. Unsere Aufgabe ist es nun, gemeinsam aus dieser Sehnsucht der Neuen eine dauerhafte Heimat für alle zu machen.“
Vernetzung als Startschuss für 2026
Doch bei aller Freude über die positive Wahrnehmung von außen wissen wir: im Amt Neuhaus ist längst nicht alles perfekt. Es gibt noch viel zu tun, damit die Lebensqualität für alle Generationen – ob alteingesessen oder neu dazugekommen – gesichert bleibt. Genau hier setzt unser im letzten Jahr vorgestellter „Zukunftsplan“ an. Wir haben klare Ziele formuliert, um die drängenden Probleme anzupacken. Die Ergebnisse der Studie sind für uns kein Grund zum Ausruhen, sondern der Auftrag, unseren Plan jetzt mit noch mehr Energie in die Tat umzusetzen.
Neben den Fakten der Studie bot der Empfang Raum für das, was Gemeinschaft ausmacht: den persönlichen Dialog. Benjamin Widegreen, Sprecher des Ortsverbandes, zog ein positives Fazit:
„Diesen Austausch zwischen Politik und Ehrenamt müssen wir weiter fördern, um gemeinsam an der Zukunft unserer Gemeinde zu bauen.“
In diesem Sinne wünschen wir allen ein gesundes, tatkräftiges und gemeinschaftliches Jahr 2026!